Input - Kalenderwoche 01/25
Wer kennt sie nicht, die Tests von Stiftung Warentest? Wenn es darum geht, eine gute Kaufentscheidung zu treffen, greifen viele auf deren Bewertungen zurück: gründlich geprüft, übersichtlich bewertet, zuverlässig. Doch was hat das mit der Jahreslosung 2025 zu tun? Eine ganze Menge.
Der Apostel Paulus schreibt den Christen in Thessaloniki eine Liste mit praktischen Anweisungen für ein Leben als Christ. Darin fordert er sie auf, offen für Neues zu sein und gleichzeitig sorgfältig zu prüfen, was ihnen begegnet. „Prüfet alles, das Gute behaltet“ – eine Aufforderung, die heute genauso aktuell ist wie damals.
Dieser Vers fordert uns heraus, eine schwierige Balance zu halten: Auf der einen Seite Offenheit – Neues lernen, ausprobieren, Erfahrungen machen. Doch auf der anderen Seite bleibt es nicht bei blindem Vertrauen. Nicht alles, was glänzt, ist Gold. Paulus mahnt, genau hinzusehen, kritisch zu prüfen, ob etwas wirklich gut und hilfreich ist – insbesondere für den Glauben.
In Deutschland sind wir geübt im Prüfen. TÜV-Siegel, Warentests und Zertifikate – Sicherheit und Qualität haben bei uns einen hohen Stellenwert. Aber: Wer ständig nur prüft, kann leicht in einen automatischen Modus des Prüfens geraten. Dabei läuft man leicht Gefahr, den Blick fürs Gute zu verlieren. Das bloße Prüfen darf nicht zum Selbstzweck werden. Es braucht die Fähigkeit, am Ende auch das Gute zu erkennen, es festzuhalten und wertzuschätzen.
Die Jahreslosung lädt uns ein, über diese Frage nachzudenken: Was ist das Gute? Was ist für mein Leben und meinen Glauben förderlich? In einer Welt voller Meinungen, Angebote und Trends ist es nicht immer einfach, diese Frage zu beantworten. Doch die Bibel bietet uns Orientierung, gibt Werte vor und hilft uns, zu unterscheiden.
Prüfen bedeutet also nicht, alles ständig zu zerpflücken, sondern ein gesundes Urteilsvermögen zu entwickeln. Es geht darum, mit Gottes Hilfe Ja oder Nein sagen zu können. Dieses Urteilsvermögen ist eine Frucht des Heiligen Geistes, die uns hilft, im Glauben zu wachsen.
Die Jahreslosung erinnert uns daran, dass wir als Christen nie ausgelernt haben. Wachstum im Glauben erfordert, dass wir offen bleiben für Gottes Führung und für Veränderungen. Gleichzeitig fordert sie uns heraus, dabei wachsam zu sein und nicht alles unkritisch zu übernehmen.
Starte dieses Jahr mit der Gewissheit, dass Gott dich leitet. Geh mit einer offenen Haltung durchs Leben, prüfe, was dir begegnet, und halte das Gute fest. So kannst du mit Zuversicht und Klarheit in die Herausforderungen des neuen Jahres gehen. „Prüfet alles – und das Gute behaltet.“ Ein kleiner Vers mit großer Wirkung.
Input - Kalenderwoche 52
Das Jahr neigt sich dem Ende zu, und viele von uns blicken zurück: auf Erfolge, auf Enttäuschungen, auf das, was wir geschafft haben – und auf das, was unerfüllt blieb. Genau in diesen Momenten lädt uns der Apostel Paulus ein, einen neuen Blickwinkel einzunehmen. In Philipper 3,13-14 schreibt er: „Ich lasse das zurück, was hinter mir liegt, und strecke mich nach dem aus, was vor mir liegt.“
Paulus erinnert uns daran, dass die Vergangenheit uns nicht gefangen halten soll. Was geschehen ist, können wir bei Gott ablegen – die Erfolge mit Dankbarkeit, die Fehler mit der Bitte um Vergebung. Entscheidend ist nicht, was hinter uns liegt, sondern wohin wir unterwegs sind.
Der Jahreswechsel ist eine gute Gelegenheit, den Blick nach vorne zu richten. Paulus beschreibt das Leben wie einen Wettlauf: Es geht darum, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren – ein Leben in Gemeinschaft mit Gott. Wir alle sind eingeladen, uns von diesem Ziel leiten zu lassen.
Morgen ist Silvester. Vielleicht können wir bewusst innehalten, um loszulassen, was uns belastet, und mit einer klaren Ausrichtung ins neue Jahr zu starten: Mit Hoffnung, Vertrauen und dem Wissen, dass Gott uns auf unserem Weg begleitet.
Denn am Ende zählt nicht, wie schnell wir laufen, sondern, dass wir das richtige Ziel vor Augen haben
Input - Kalenderwoche 51
Stell dir vor, du gehst in den Gottesdienst, betest, singst und plötzlich – Gott redet. Genau das geschah Zacharias, dem Priester, der im Tempel diente. Nach 400 Jahren Schweigen, seit der Prophet Maleachi das letzte Mal Gottes Stimme vernahm, erscheint ihm der Engel Gabriel mit einer unglaublichen Botschaft: Zacharias und seine Frau Elisabeth sollen trotz ihres hohen Alters einen Sohn bekommen – Johannes, der Wegbereiter des Messias.
Doch statt vor Freude in Jubel auszubrechen, reagiert Zacharias mit Zweifeln. „Woran soll ich das erkennen?“ fragt er, unfähig, Gottes Worte zu glauben. Sein Unglaube macht ihn stumm – eine Phase des Schweigens, die ihm Zeit gibt, über Gottes Verheißungen nachzudenken. Erst als Johannes geboren wird, bricht Zacharias sein Schweigen mit einem Lobgesang, erfüllt vom Heiligen Geist.
Zacharias’ Geschichte zeigt, dass offene Ohren mehr bedeuten als bloßes Hören. Sie fordern Vertrauen. Wie oft hören wir Gottes Reden durch die Bibel, durch andere Menschen oder leise Eindrücke, doch unser Alltag, unsere Zweifel oder unser Wunsch nach Sicherheit lassen uns wie Zacharias reagieren: „Woran soll ich das erkennen?“
Offene Ohren bedeuten, Gottes Worte ernst zu nehmen – auch dann, wenn sie unmöglich scheinen. Sie laden uns ein, unsere Zweifel loszulassen und darauf zu vertrauen, dass Gott in seiner Treue handelt. Manchmal, wie bei Zacharias, führt das Schweigen uns dorthin.
Vielleicht ist Advent die Zeit, in der Gott dich einlädt, innezuhalten und zuzuhören. Was würde passieren, wenn du seine Stimme hörst – und glaubst? Vielleicht führt dich ein offenes Ohr nicht nur zur Erkenntnis seiner Verheißungen, sondern zum Lobpreis, der von Herzen kommt. Denn wer wirklich hört, erkennt: Gottes Worte sind wahr.
Input - Kalenderwoche 50
Warten fällt uns schwer. Egal, ob wir im Wartezimmer beim Arzt sitzen oder in der Schlange an der Supermarktkasse stehen – unser Wunsch ist immer derselbe: Wir wollen schnell das empfangen, worauf wir hoffen. In der Adventszeit, einer Zeit des Wartens, stellt sich die Frage: Auf was wartest du?
Advent bedeutet „Ankunft“. Wir alle tragen Erwartungen in uns – manche sind klein und bescheiden, andere riesig und vielleicht sogar unrealistisch. Manche warten lange, andere nur kurz. Und dann gibt es das Gefühl, dass das, worauf wir warten, niemals kommen wird. Diese Geduld auf die Probe zu stellen, ist oft schwer.
Zwischen dem Alten und Neuen Testament erlebte das Volk Israel eine 400-jährige Wartezeit – eine lange Zeit des Schweigens. Doch dann geschah das Unfassbare: In einer unscheinbaren Nacht, ohne große Vorankündigung, kam Gott. Anders, als die Menschen es erwartet hatten. Kein König in Prunk und Macht, sondern ein Kind in einer Krippe.
Diese Geschichte erinnert uns daran, dass Gottes Kommen nicht immer unseren Erwartungen entspricht. Manchmal kommt er anders, manchmal später, manchmal so leise, dass wir ihn fast übersehen könnten. Aber er kommt – das ist die Zusage. Römer 5,5 sagt uns: „Die Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden.“ Warum? Weil Gott gibt, was wir brauchen, nicht immer das, was wir wollen. Und auch wenn das manchmal enttäuschend erscheint, ist es letztlich gut.
In dieser Adventszeit dürfen wir neu lernen zu hoffen. Nicht auf das, was wir uns wünschen, sondern auf das, was Gott für uns bereithält. Und vielleicht kannst du dann am Ende sagen: „Ich habe nicht alles, was ich mir wünsche, aber ich habe alles, was ich brauche.“
Input - Kalenderwoche 49
Endlose Diskussionen, ständiges Rechtfertigen, ewiges Korrigieren – wir alle kennen diese Momente, in denen Gespräche anstrengend werden und Beziehungen belasten. Der Apostel Paulus zeigt in 2. Timotheus 2, 23-24 einen anderen Weg: „Beteilige dich nicht an dummen, unreifen Auseinandersetzungen, die nur Streit auslösen. Ein Diener des Herrn darf nicht streiten, sondern er muss zu allen freundlich sein, überzeugend lehren und auch mit schwierigen Menschen Geduld haben können“.
Diese Worte rufen uns dazu auf, nicht den Streit zu suchen, sondern mit Geduld und Freundlichkeit Brücken zu bauen. Der Drang, sich zu rechtfertigen oder beweisen zu müssen, entspringt oft einer inneren Unsicherheit. Doch genau dieses Verhalten wird leicht als belastend empfunden und kann Vertrauen und Nähe gefährden.
Echte Beziehungen leben von Geduld und der Bereitschaft, den anderen wirklich zu verstehen. Nicht jedes Argument muss beantwortet, nicht jeder Einwand korrigiert werden. Manchmal ist es wichtiger, den Menschen hinter den Worten zu sehen, anstatt auf das Argument einzugehen. Das erfordert Gelassenheit und die Fähigkeit, den eigenen Stolz zurückzustellen.
Am Ende zählt nicht der Sieg in einer Diskussion, sondern die Stärke der Beziehung. Wer den Mut hat, sich auf den anderen einzulassen, gewinnt weitaus mehr – nämlich den Menschen. Aus einem potenziellen Konflikt kann so die Chance entstehen, Beziehungen zu vertiefen und langfristig zu stärken.
Input - Kalenderwoche 47
Manchmal sieht das Leben aus wie ein Trümmerfeld. Die Zukunft ist unklar, die Gegenwart drückt schwer. Vielleicht gibt es Momente, in denen du dich von den Scherben deiner Entscheidungen umgeben fühlst und nur noch halbherzig deinen Glauben lebst. Der Blick nach vorn wird trübe, und Hoffnung scheint ein fernes Licht.
Das Volk Israel befand sich in genau solch einer Situation, als der Prophet Haggai sprach. Nach dem Exil hatten sie begonnen, Jerusalem und den Tempel wieder aufzubauen – halbherzig. Doch das Ergebnis war ernüchternd: Der neue Tempel konnte nicht mit dem alten mithalten. Statt Stolz empfanden sie Enttäuschung und spürten die Last ihrer Fehler.
Haggai ruft sie auf, sich ganz auf Gott einzulassen, ihm zu vertrauen und treu an ihm festzuhalten. Er verheißt, dass das, was Gott zukünftig tun wird, größer sein wird als alles, was bisher war. Der Schutt der Vergangenheit hat nicht das letzte Wort. Gott spricht Frieden und Hoffnung aus – nicht, weil das Volk es verdient hätte, sondern weil Er ein gnädiger Gott ist.
Auch in deinem Leben möchte Gott genau das tun. Vielleicht stehst du vor den Trümmern eines Traums oder kämpfst mit den Konsequenzen deiner Entscheidungen. Doch Haggai 2,9 erinnert uns daran: Das Morgen muss nicht so sein wie das Heute.
Die Herrlichkeit, die Gott bringen will, ist größer, als du es dir vorstellen kannst. Sein Friede gibt die Gewissheit, dass Er gegenwärtig ist und das Beste für dich wirkt. Was heute verwüstet aussieht, kann morgen neu erstrahlen. Vertraue darauf, dass Gott dein Morgen gestaltet – in seiner Herrlichkeit und seinem Frieden. Vertraue ihm heute für dein Morgen.
Input - Kalenderwoche 46
Bacon, Rühreier und frische Brötchen – ja, ich weiß, das klingt nach Kalorien. Aber sind wir ehrlich: Manchmal gibt es diese besonderen Tage, an denen Freude einfach durch den Magen geht. Vielleicht ist es das Wochenende, ein Geburtstag, oder einfach nur die Lust, den Moment zu feiern. Essen wird dann zu mehr als nur einem Bedürfnis. Es wird ein Ausdruck unserer Freude.
In Nehemia 8,10 finden wir eine ähnliche Szene. Das Volk hat gerade Gottes Wort neu entdeckt und ist so überwältigt, dass es weinen möchte. Doch Nehemia sagt: „Feiert, esst das Fette, trinkt das Süße und teilt mit denen, die nichts haben. Denn die Freude am Herrn ist eure Stärke.“
Es ist erstaunlich, wie tief dieser Gedanke geht. Nehemia erinnert uns daran, dass die Freude am Herrn uns stärkt – auch und gerade in schwierigen Zeiten. Und dass diese Freude nicht nur in unseren Herzen, sondern auch in unserem Alltag spürbar sein darf.
Es gibt Tage, an denen wir weinen und unsere Sorgen Gott bringen dürfen. Aber vergessen wir nicht: Es gibt auch Tage, an denen wir feiern sollen. An denen wir Freude und Dankbarkeit ausdrücken und sie teilen – mit einem vollen Teller, einem herzhaften Lachen und einem offenen Herzen für andere.
Manchmal liegt die tiefste Freude im einfachsten Moment – in einem guten Frühstück, geteilt mit lieben Menschen. In diesen Momenten dürfen wir uns daran erinnern, dass es Gottes Freude ist, die uns stark macht.
Input - Kalenderwoche 45
„All you need is love“ – die Beatles brachten auf den Punkt, was Menschen seit jeher bewegt. Wir alle tragen das tiefe Bedürfnis in uns, geliebt zu werden. Doch echte, beständige Liebe zu erfahren, ist oft schwer zu finden. Ein Beispiel dafür zeigt uns Paulus im ersten Brief an Timotheus (1,14): Der Mann, der einst Christen verfolgte und sogar an der Hinrichtung des ersten Märtyrers beteiligt war, erlebte eine Begegnung, die alles veränderte.
Damals noch als Saulus bekannt, war Paulus ein Mann mit einer schweren Vergangenheit. Doch in dem Moment, als er Jesus begegnete, wurde er von Gottes Gnade und Barmherzigkeit überwältigt. Diese Liebe traf ihn mitten in seinem tiefsten Versagen. Für Paulus war es unfassbar, dass Gott ihm vergibt und ihn bedingungslos liebt. Genau diese Erfahrung machte ihn fähig, andere zu lieben. „Die Liebe Christi drängt mich“, schreibt Paulus in 2. Korinther 5,14.
Es ist eine einfache, aber tiefgreifende Wahrheit: Wer lieben möchte, muss selbst erfahren, dass er geliebt wird. Genau das hat Paulus erlebt. Er ließ sich von Gottes Liebe berühren, und daraus wuchs eine Liebe, die er an andere weitergeben konnte.
Gottes Liebe steht auch uns offen – bedingungslos und beständig. Der erste Schritt besteht darin, diese Liebe anzunehmen. Lassen wir zu, dass Gottes Liebe unser Herz verändert und Vertrauen wachsen lässt. Nur so werden wir in der Lage sein, auch andere zu lieben und unser Leben und das Leben anderer zu bereichern.
Input - Kalenderwoche 44
Früher reisten wir mit unseren kleinen Kindern ins Ausland und wurden in einer wunderschönen, perfekt eingerichteten Wohnung untergebracht. Alles war stylisch, überall strahlte der weiße Teppich. Mit vier Kindern im Schlepptau wussten wir sofort: Das kann heikel werden. Bevor wir uns jedoch richtig einrichten konnten, fiel unser Blick auf eine Mappe voller Hausregeln – eine detaillierte Anleitung, was erlaubt und was nicht erlaubt war. Schon bald war uns klar, dass es wohl besser wäre, erst gar nicht auszupacken. Die Regeln hatten uns die Freude an dieser Unterkunft genommen.
Diese Erfahrung erinnert mich manchmal daran, wie wir die Gebote Gottes wahrnehmen können. Es könnte leicht der Gedanke aufkommen, dass Gottes Gebote nur dazu da seien, uns das Leben zu erschweren, um uns die Freude an der „Unterkunft“ unseres Lebens zu nehmen. Doch in Markus 2,27 macht Jesus deutlich: Die Gebote Gottes sind nicht da, um uns zu knechten oder uns das Leben schwer zu machen. Sie sollen uns vielmehr dienen und uns helfen, das Leben in seiner Tiefe zu entdecken.
Gott hat das Gesetz für uns Menschen gemacht, nicht wir sind für das Gesetz geschaffen. Hinter den Geboten Gottes steht ein liebevoller Plan – die Absicht, dass wir uns nicht in diesem Leben versklaven lassen. Gottes Regeln sollen uns nicht einschränken, sondern uns vor der Übermacht unserer eigenen Ängste, Verstrickungen und Versuchungen schützen. Sie sind wie ein Wegweiser zu einem erfüllten, tiefen Leben, das sich nicht nur an der Oberfläche abspielt.
Unsere Erfahrung in dieser Unterkunft vermittelte uns das Gefühl, mit unseren Kindern eingesperrt zu sein. Doch Gott ist kein Herrscher, der uns mit Regeln niederdrückt. Er befreit uns, damit wir das Leben in seiner ganzen Fülle erleben können. Seine Gebote laden uns ein, aus Liebe und Vertrauen zu leben, nicht aus Angst vor Fehlern.
Lasst uns also diese Woche mit dem Gedanken beginnen, dass Gott es gut mit uns meint. Seine Gebote sind nicht als Fesseln gedacht, sondern als Leitplanken auf dem Weg in die Freiheit. So wie Jesus am Sabbat zeigt, dass der Tag des Herrn für den Menschen geschaffen ist, so dürfen wir in jeder Woche die Gebote Gottes als Geschenke erkennen – Hinweise, die uns zur Freude, zum Frieden und zur Freiheit führen.
Input - Kalenderwoche 43
Kaum zu glauben, aber wahr: Trotz ständiger digitaler Vernetzung nimmt die Einsamkeit der Menschen zu. Laut einer aktuellen Analyse des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung fühlt sich heute jeder dritte Mensch zwischen 18 und 53 Jahren zumindest teilweise einsam. In einer Zeit, in der es uns vermeintlich leichter gemacht wird, Kontakte zu knüpfen, sind es gerade diese Beziehungen, die vielen fehlen.
Dabei sind wir Menschen zutiefst soziale Wesen, geschaffen für Gemeinschaft. Im Buch Prediger spricht Salomo darüber: „Zwei sind besser als einer, denn sie haben einen guten Lohn für ihre Mühe. Wenn sie fallen, so hilft der eine dem anderen auf.“ (Prediger 4,9-10). Die Gemeinschaft mit anderen ergänzt uns und ermutigt uns – sie ist eine grundlegende menschliche Notwendigkeit. Doch genau diese Verbindungen fehlen vielen in ihrem Alltag.
Das Bedürfnis nach Freundschaft und echter Gemeinschaft ist tief verwurzelt. Und doch zögern wir oft, den ersten Schritt zu machen. Vielleicht aus Angst vor Ablehnung, vielleicht, weil wir in der Vergangenheit verletzt wurden. Aber die Bibel ermutigt uns immer wieder, über diese Ängste hinauszugehen. Jesus zeigt uns, wie wertvoll echte Beziehungen sind. Im Neuen Testament wird ständig darauf hingewiesen, einander Gutes zu tun, einander zu achten und zu vergeben. Gemeinschaft kann auch Heilung und Ermutigung bringen.
Diese Woche bietet eine neue Chance, bewusst auf andere zuzugehen. Sei es in der Familie, unter Freunden oder in der Gemeinde – jede Beziehung kann uns bereichern, wenn wir bereit sind, uns auf den anderen einzulassen.
Input - Kalenderwoche 42
In einer Welt, die von bunten OLED-Displays, Reklame und Hochglanzmagazinen dominiert wird, fällt es zunehmend schwer, die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche zu richten. Jeden Tag begegnen uns digital perfektionierte Bilder, die unsere Sinne bombardieren. Photoshop schafft eine eigene Realität, die uns immer wieder aufs Neue fesselt. "Wer Augen hat, der sehe", könnte man meinen, doch das Evangelium sagt etwas anderes: "Wer Ohren hat, der höre!" (Lukas 8,8).
Hören, wirkliches Hinhören, ist zu einer Kunst geworden, die in der heutigen Zeit fast verloren scheint. Wir sind ständig umgeben von einer Flut an Bildern und Informationen. Alles schreit nach unserer Aufmerksamkeit – und oft schenken wir sie auch, ohne es wirklich zu wollen. Die Bildschirme ziehen uns in ihren Bann, und bevor wir es merken, sind Stunden vergangen, ohne dass wir wirklich hingehört haben. Doch genau das ist es, was im Leben so oft fehlt: das Hören.
Im Gleichnis vom Sämann, das Jesus in Lukas 8 erzählt, geht es genau darum: Gott spricht in unser Leben, er sät seinen Samen aus, aber oft sind wir nicht bereit, ihn zu empfangen. Unsere Ohren sind verschlossen, unsere Herzen abgelenkt. Wie können wir die Worte Gottes hören, wenn wir immer nur nach den nächsten visuellen Reizen suchen?
Hören ist aktives Empfangen. Es bedeutet, innezuhalten und sich bewusst Zeit zu nehmen. In einer Welt, die uns ständig mit Neuem überschüttet, müssen wir uns entscheiden, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren. Was nützt uns die ganze Fülle an Bildern, wenn wir die leise Stimme Gottes nicht hören können, die uns den Weg weisen will?
Vielleicht ist es an der Zeit, unsere Sinne neu zu schärfen – nicht nur die Augen, die uns so oft täuschen, sondern vor allem die Ohren und unser Herz. Denn was Jesus damals gesagt hat, gilt auch heute noch: "Wer Ohren hat, der höre!"
Eine gesegnete Woche!
Input - Kalenderwoche 41
Gestern feierten wir Erntedank.
Ein Fest, das uns daran erinnern soll, woher all die Dinge kommen, die unseren Alltag füllen – die Milch, die Eier, das Brot. Doch in unserer hoch industrialisierten Welt vergessen viele, dass diese Lebensmittel nicht einfach aus den Regalen von Aldi oder Lidl stammen. Ja, sie sind dort erhältlich, aber bevor sie dort landen, müssen sie gesät, gehegt und geerntet werden.
Obwohl der Mensch heute vieles künstlich herstellen und züchten kann, bleibt der Kreislauf der Natur unverändert: Säen und Ernten. Die Welt, in der wir leben, ist nicht nur ein digitales Netzwerk von Systemen und Technologien. Sie bleibt eine Schöpfung – und wir bleiben Geschöpfe.
Die Jahreszeiten, Naturgesetze, Pflanzen und Tiere – alles greift ineinander und schafft ein großes, komplexes Ökosystem. Wir Menschen sind nur ein kleiner Teil dieses riesigen Ganzen. Vieles muss harmonisch zusammenwirken, damit das Leben auf dieser Erde überhaupt möglich ist. Und doch nehmen wir es oft als selbstverständlich hin. Wir gehen einkaufen, konsumieren und denken nicht weiter darüber nach. Aber das Leben ist nicht selbstverständlich. Es ist ein Geschenk, ein kostbares Leihgut. In dieser Selbstverständlichkeit vergessen wir oft den Schöpfer, der uns all das schenkt und erhält.
Paulus erinnert uns in 1. Thessalonicher 5,18 daran: „seid dankbar in allen Dingen.“ Dankbarkeit ist möglich, wenn wir erkennen, dass alles, was wir haben und erleben, nicht selbstverständlich ist. Inmitten des Alltags, der Hektik und der Routinen ist es gut, innezuhalten und bewusst dankbar zu sein – für das Geschenk des Lebens und die Fülle, die uns umgibt. Dankbarkeit muss mehr sein als ein Wort – sie muss eine Lebenseinstellung werden, die uns hilft, zufrieden durch den Alltag zu gehen.
Beginne die Woche mit dem Blick auf das, was du hast, und nicht auf das, was du nicht hast. Du gehst als beschenkter Mensch in den neuen Tag. Starte mit einem Herzen voller Dankbarkeit.
Input - Kalenderwoche 40
„Dankbarkeit ist die Erinnerung des Herzens.“
— Jean-Baptiste Massillon
Heute, am Tag der Deutschen Einheit, blicke ich mit Dankbarkeit zurück. Als Kind war der 17. Juni der Tag der Deutschen Einheit – ein Gedenktag, der an die Menschen erinnerte, die 1953 in Ost-Berlin für Freiheit und Gerechtigkeit aufstanden. Sie zahlten einen hohen Preis. Durch den Mauerfall am 9. November 1989 wurde der Weg zur Wiedervereinigung geebnet, und am 3. Oktober 1990 fanden wir als geeintes Deutschland wieder zusammen, wodurch der 3. Oktober zum offiziellen Tag der Deutschen Einheit wurde. Auch wenn das Zusammenwachsen von West und Ost beschwerlich war und vielleicht auch heute noch ist, war die Wiedervereinigung emotional ein starkes Erlebnis in unserer Geschichte.
Die Sehnsucht nach Einheit, Recht und Freiheit ist tief in uns Menschen verankert. Doch wie oft haben Mächtige diese Sehnsüchte missbraucht, instrumentalisiert und uns in die Irre geführt? 1945 endete der Zweite Weltkrieg. Die Nachkriegszeit stellte die Menschen vor große Herausforderungen. Am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz der Bundesrepublik verkündet, das die Würde und Freiheit jedes Einzelnen sichert. Deutschland ist nicht perfekt, doch im Vergleich zu vielen Ländern haben wir eine vertrauensvolle Demokratie. Leider vergessen wir das oft zu schnell im Alltag und erliegen einer unserer großen Schwächen, nämlich immer das Haar in der Suppe zu suchen und nie zufrieden zu sein.
Demokratie beginnt nicht bei den Politikern, sondern in unseren Herzen. Wenn wir Einigkeit, Recht und Freiheit schätzen und nicht nur für uns selbst fordern, sondern auch für den anderen, stärken wir unsere Gesellschaft. Heute möchte ich Gott danken für ein Deutschland, das trotz seiner geschichtlichen Irrwege Heimat für so viele Menschen geworden ist. Gehen wir sorgsam mit der Pflanze der Demokratie um, damit nicht unsere Undankbarkeit, unsere Angst, unser Egoismus oder unser Stolz sie verdorren lassen. Einen frohen Tag der Deutschen Einheit!
Input - Kalenderwoche 40
Freiheit klingt nach Weite, Unabhängigkeit und Möglichkeiten. In unserer Gesellschaft steht sie oft für Selbstverwirklichung und das Befreien von Zwängen.
Der Apostel Paulus spricht im Galaterbrief von einer Freiheit, die uns Christus geschenkt hat – nicht für den Egoismus, sondern um einander in Liebe zu dienen. Freiheit bedeutet nicht, nur dem eigenen Willen zu folgen, sondern das Wohl des anderen im Blick zu behalten.
In einer Welt, die das „Recht“ auf Selbstverwirklichung propagiert, erinnert uns Paulus daran, dass wahre Freiheit mit Verantwortung einhergeht. Wenn wir ausschließlich unseren eigenen Wünschen folgen, werden wir zu Sklaven unserer grenzenlosen Begierden. Jesus setzt da einen anderen Akzent.
Die von ihm geschenkte Freiheit befreit uns von der Last ständiger Selbstbespiegelung und gibt uns die Kraft, echte Gemeinschaft zu leben – in einer Welt voller Einsamkeit und Konkurrenzdenken. Wahre Freiheit bedeutet, das eigene Ich in der Liebe zu Gott und zum Nächsten zu verlieren – ohne die Angst, dabei zu kurz zu kommen.
Starte diese Woche mit dem Ziel, etwas von deiner Freiheit zum Wohl deines Nächsten zu investieren. Du wirst sehen, dass du dadurch selbst bereichert wirst.
Input - Kalenderwoche 39
Wie leicht fällt es dir, jemanden um Hilfe zu bitten? Vielen von uns fällt das nicht leicht. In der Regel versuchen wir, unsere Bedürfnisse und Probleme selbst zu lösen. Wer will schon zugeben, dass er beim letzten Einkauf wieder die Hälfte vergessen hat? Doch es gibt Situationen, die weit über eine fehlende Packung Eier oder Mehl hinausgehen. Dann stellt sich die Frage: Wohin wende ich mich?
In Lukas 11,9 finden wir eine Einladung, die oft wie ein Trost in weiter Ferne erscheint. Gott ist leider nicht immer die erste Adresse. Es scheint, als sei das Gebet der Ausweg, den wir erst ganz am Ende suchen.
Aber warum erst am Ende? Warum nicht gleich am Anfang? Wenn man vor einer neuen Woche steht und spürt, dass einem die Kraft, die Freude, der Friede oder die innere Mitte fehlt, warum nicht gleich innehalten und die Sorgen, Fragen oder Ängste im Gebet vor Gott bringen?
Der Alltag rast an uns vorbei, das Hamsterrad dreht sich unaufhörlich. In diesem Strudel verlieren wir leicht den Blick für das, was wirklich zählt. Wenn wir gleich zu Beginn des Tages einen Moment der Stille finden und beten, schaffen wir einen Ort der Kraft und des Friedens, der uns ausrüstet für die Herausforderungen, die auf uns warten.
Zu Gott beten, ihn suchen und anklopfen bedeutet nicht nur, um Hilfe zu bitten, sondern auch, eine tiefere Beziehung zu ihm aufzubauen. Es ist ein Zeichen des Vertrauens und der Demut, anzuerkennen, dass wir nicht alles allein bewältigen müssen. Wenn wir Gott in unseren Alltag einbeziehen, erlauben wir ihm, uns zu führen und zu unterstützen.
Stell dir vor, wie viel leichter dein Leben sein könnte, wenn du regelmäßig mit Gott sprechen würdest, bevor der Stress des Tages beginnt. Du könntest deine Gedanken ordnen, deine Ängste teilen und um die nötige Kraft bitten. Statt bis zum Ende zu warten, könntest du Gottes Nähe schon in den ersten Momenten der Herausforderung suchen.
Input - Kalenderwoche 38
Ja, es gibt sie, diese Tage. Momente, in denen die Schwere des Lebens uns erdrückt, und die Dunkelheit unserer Seele so allgegenwärtig scheint, dass wir uns am liebsten zurückziehen würden. Es fehlt uns an Kraft, Antrieb und manchmal auch an Hoffnung. Vielleicht sind wir einfach nur müde von den Kämpfen des Alltags, enttäuscht von Menschen oder uns selbst, verletzt von den Wunden des Lebens oder wir stolpern immer wieder über dieselben Fehler und können uns nicht vergeben.
Psalm 42,12 gibt dieser Zerrissenheit Worte: „Warum bist du so unruhig, meine Seele?“ Diese innere Unruhe, dieser Kampf – es ist, als würde der Glaube schwinden und die Hoffnung entgleiten. Die Seele stöhnt unter der Last des Lebens und sucht verzweifelt nach einem Ausweg, den sie nicht sieht.
Der Psalmist unterdrückt diese Gefühle jedoch nicht. Er erlaubt seiner Seele, auszudrücken, was sie fühlt. Es ist wichtig, Trauer zuzulassen – über das, was unerträglich scheint: Leid, Verletzungen, Fehlentscheidungen und Sünde. All das gehört zu unserem Menschsein.
Doch der Psalmist bleibt nicht dabei stehen. Er erinnert sich daran, auf Gott zu hoffen. Es ist ein Akt des Glaubens, auch wenn das Herz schwer ist. Es ist das Vertrauen darauf, dass Gott mit uns noch nicht fertig ist und selbst aus den Sackgassen unseres Lebens einen Ausweg findet.
Ja, es gibt sie, diese Tage. Doch verzweifle nicht. Nimm dir Zeit zu trauern und zu ruhen, aber vertraue darauf, dass Gott bei dir ist und dich durch die Dunkelheit führt. Beginne den neuen Tag mit Zuversicht und vertraue auf Gottes Führung.
Input - Kalenderwoche 37
In unserer modernen Welt scheint Zeit der kostbarste Rohstoff zu sein. Eile und Ungeduld prägen unseren Alltag, und wir sind oft darauf bedacht, möglichst viel in möglichst wenig Zeit zu erledigen. Wer hat schon Zeit zu warten? Und wer bleibt in der Hektik des Alltags geduldig und barmherzig? Die Realität zeigt, dass wir, wenn es eilig wird, schnell die Geduld verlieren und mit unseren Mitmenschen nicht gerade sanft umgehen. Gereiztheit und Ungeduld sind die typischen Reaktionen auf Stress – Feinfühligkeit und Mitgefühl kommen dabei oft zu kurz. Dies belastet Beziehungen und führt oft dazu, dass wir uns gegenseitig verletzen und Fehlentscheidungen treffen.
Gerade in solchen Momenten ist es beruhigend, zu wissen, dass Gott anders ist. Psalm 103,8 erinnert uns daran, dass Gott barmherzig und gnädig ist, und vor allem: geduldig. Während wir uns oft von der Hektik und Dringlichkeit des Lebens treiben lassen, ist Gott unendlich geduldig. Er hat keine Eile, keine Fristen, die ihn unter Druck setzen, keine Angst, den richtigen Moment zu verpassen. Seine Handlungen entspringen nicht dem Affekt, sondern einer tiefen, beständigen Liebe zu uns Menschen.
Wenn in Psalm 103 von der Barmherzigkeit Gottes die Rede ist, steckt in diesem Wort „Barmherzigkeit“ bereits das Wort „Herz“. Gott hat ein großes Herz für uns. Er sieht unsere Schwächen, unsere Fehler und unsere Ungeduld – und doch begegnet er uns immer wieder mit Gnade und Nachsicht. Sein „langer Atem“ zeigt sich in seiner Bereitschaft, uns immer wieder neue Chancen zu geben, uns Geduld zu lehren und uns in seiner Güte zu begegnen.
Inmitten unserer eigenen Hast lädt uns dieser Psalm ein, innezuhalten und uns daran zu erinnern, dass Geduld und Barmherzigkeit göttliche Tugenden sind, die auch wir anstreben sollten. Die Vorstellung, dass Gott uns in seiner unendlichen Geduld begegnet, kann uns motivieren, auch selbst geduldiger und barmherziger mit unseren Mitmenschen umzugehen – auch und gerade dann, wenn es uns schwerfällt.
Vielleicht ist es genau das, was in dieser Woche dran ist: ein wenig mehr Geduld, mehr Herz und ein Bewusstsein für die Barmherzigkeit, die wir selbst täglich erfahren dürfen. Ich wünsche dir einen guten Start in die neue Woche.
Input - Kalenderwoche 36
In Jesaja 43,18-19 geht es ums Loslassen und den Neubeginn. Diese prophetischen Worte wurden dem Volk Israel gegeben. Sie zeigen, wie Gott die Vergangenheit und die Zukunft seines Volkes sieht, und sie fordern auch uns auf, das Alte hinter uns zu lassen und uns dem Neuen zu öffnen, das Gott in unserem Leben schaffen möchte.
Es ist natürlich, auf die Vergangenheit zurückzublicken, doch es gibt eine Gefahr, zu sehr in diesen Erinnerungen zu verharren. Sätze wie „Früher war alles besser“ oder „Hätte ich doch damals…“ halten uns in der Vergangenheit fest und verhindern, das Neue zu sehen, das vor uns liegt.
Søren Kierkegaard sagte: „Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts.“ Diese Worte betonen, dass wir aus der Vergangenheit lernen sollen, unser Leben jedoch in der Gegenwart und Zukunft stattfindet. Gott ruft uns auf, die Vergangenheit in seine Hände zu legen und uns bereit zu machen für das Neue, das er für uns bereithält.
Jeder neue Tag ist eine Einladung Gottes, unser Leben neu zu gestalten. Gott fordert uns auf, uns nicht von der Vergangenheit gefangen nehmen zu lassen. Egal was war, Gott kann Neues schaffen. Unabhängig von den Umständen der Vergangenheit hat Gott stets die Fähigkeit, Neues in unserem Leben zu bewirken.
Die Vergangenheit hat ihren Platz, aber unser Fokus sollte auf dem liegen, was Gott heute und morgen für uns vorbereitet hat. Lassen wir uns auf das Neue ein und erleben wir jeden Tag als Chance, unser Leben mit Gottes Hilfe und Verheißungen neu zu leben.
Input - Kalenderwoche 35
In einer Welt, die uns ständig antreibt, uns über Leistung, Besitz und äußere Erscheinung zu definieren, stehen wir oft unter dem Druck, unsere Identität selbst zu schaffen. Wir investieren Zeit und Energie in Arbeit, Hobbys und unser Erscheinungsbild, in der Hoffnung, dadurch Anerkennung zu erlangen. Doch dieses Streben bleibt oft unbefriedigend.
Johannes 1,12 zeigt uns eine andere Wahrheit: „Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.“ Unsere wahre Identität ist nicht das Resultat eigener Leistungen, sondern ein Geschenk – durch den Glauben an Jesus Christus werden wir Kinder Gottes.
Diese kindliche Einfachheit des Glaubens öffnet uns die Tür zu einer tiefen Beziehung mit Gott, in der unser Wert unabhängig von Besitz oder Erfolg ist. Wir müssen uns nicht abstrampeln, um uns selbst zu definieren – unsere Identität wird uns geschenkt.
Diese schenkt uns Frieden und eine unerschütterliche Sicherheit, die nicht von den Wechselfällen des Lebens abhängig ist. Als geliebtes Kind Gottes zu sein, ist das Fundament, auf dem wir unser Leben aufbauen können – ein Geschenk, das wir in Dankbarkeit annehmen dürfen.
Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche, besonders den Erstklässlern. Lasst uns den Tag mit dem beginnen, was wir gestern im Schulstartgottesdienst hörten: Du bist ein geliebtes Kind Gottes.
Input - Kalenderwoche 34
Guten Morgen und einen gesegneten Wochenbeginn!
Stell dir vor, wie Gott dich jeden Tag mit offenen Armen empfängt. Seine Gnade bedeutet, dass er uns immer wieder Chancen gibt, auch wenn wir scheitern. Seine Barmherzigkeit zeigt sich in seiner Geduld und Liebe. In einer oft harten Welt ist es tröstlich zu wissen, dass wir in Gottes Augen wertvoll und geliebt sind.
Gott ist geduldig mit uns. Manchmal fühlen wir uns nicht genug, aber seine Geduld ermutigt uns, weiterzumachen. Seine Güte zeigt sich in den täglichen Segnungen – in einem freundlichen Wort, unerwarteter Hilfe oder einem Moment des Friedens.
Gott macht keine Unterschiede. Seine Güte gilt allen, unabhängig von unseren Fehlern. Diese Liebe erinnert uns daran, auch anderen mit Güte und Barmherzigkeit zu begegnen. Sie ermutigt uns, freundlicher, geduldiger und barmherziger zu sein.
Gottes Barmherzigkeit erstreckt sich über alles, was er geschaffen hat. Wenn wir uns verloren fühlen, können wir darauf vertrauen, dass seine Barmherzigkeit uns hält. Wir sind niemals allein, denn seine Liebe umhüllt uns.
Starte diese Woche mit Dankbarkeit und Vertrauen, in dem Wissen, dass Gottes Liebe uns durch alle Höhen und Tiefen trägt. Sei ermutigt, diese Liebe in deinem Leben zu erkennen und weiterzugeben.
Input - Kalenderwoche 29
Der Psalmist beschreibt Menschen mit einem gefühllosen Herzen, das mit Stolz überladen ist. Ein solches Herz ist so voll, dass es nicht mehr fähig ist, sich auf Gott einzulassen. Diese Menschen haben sich so sehr in ihrem Stolz und ihrer Sattheit eingerichtet, dass sie unbeweglich und unfähig geworden sind, die Tiefe und Bedeutung des Wortes Gottes zu erkennen.
Im Gegensatz dazu zeigt der Psalmist seine eigene Haltung: Er empfindet große Freude am Wort Gottes. Doch diese Freude kommt nicht von selbst. Einen Satz später beschreibt er, wie ihn das Leid getroffen hat. Er ist sogar froh über die Krisen in seinem Leben, weil sie ihn zum Nachdenken gebracht haben. Durch diese Zeiten der Not hat er Gottes Wort neu und tiefer entdeckt.
Manchmal braucht es Sackgassen im Leben, Momente des Scheiterns oder gar Schicksalsschläge, um zu erkennen, wie wichtig es ist, sein Herz nicht dem eigenen Ego zu überlassen und mit unnützen Dingen zu füllen, die uns nur träge und unfähig machen, uns auf Gott einzulassen. Aber man muss nicht erst in eine Krise geraten, um daran erinnert zu werden. Es lohnt sich, auch in den guten Tagen des Alltags ehrlich und offen in sein Herz zu schauen und sich zu fragen: Ist mein Herz offen für Gott und sein Wort?
Vielleicht ist der Urlaub eine gute Gelegenheit, sich Zeit zu nehmen für Bibellesen, Gebet und Kontemplation. Gott und sein Wort erfreuen unser Herz, denn sein Wort und seine Gegenwart tun uns Menschen gut. Eine bewusste Hinwendung zu Gott, unabhängig von äußeren Umständen, kann uns helfen, ein erfülltes und bewegliches Herz zu bewahren, das bereit ist, sich auf die tieferen Wahrheiten des Lebens einzulassen.
Wenn wir uns regelmäßig Zeit nehmen, in unser Herz zu schauen und über Gottes Wort nachzudenken, können wir die Freude und den Frieden finden, die der Psalmist beschreibt. Es ist eine Erinnerung daran, dass wahres Glück und innere Zufriedenheit nicht von äußeren Umständen kommen, sondern aus einer tiefen und lebendigen Beziehung zu Gott.
Stell dir vor, du hättest drei Wünsche frei. Was würdest du dir wünschen? Geld, Ansehen, Gesundheit, gutes Aussehen, Erfolg, Coolness, Luxus? Es gibt unzählige Dinge, die wir uns wünschen könnten. Wie lang ist deine Wunschliste, wenn du an dein ideales Leben denkst?
Salomo, ein König im Alten Testament, durfte nur einen Wunsch äußern. Nur einen. Das muss man sich gut überlegen, oder? Er entschied sich gegen alles Materielle und Oberflächliche, das man sich vorstellen kann. Stattdessen wünschte er sich ein weises Herz, um zwischen Gut und Böse unterscheiden zu können.
Altbundeskanzler Helmut Schmidt wurde einmal gefragt, wie man richtig lebt. Er zitierte Reinhold Niebuhr: „Herr, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden“.
Beginne diese Woche mit dem Wunsch, weise Entscheidungen zu treffen - Entscheidungen, die von Gott geleitet sind und dir helfen, das Wichtige vom Unwichtigen und das Gute vom Bösen zu unterscheiden. Überlasse deinen Alltag nicht dem Zufall. Lass Gott dein Herz und deine Gedanken lenken, damit du weise deinen Weg gehst.
Ich wünsche dir eine gute Woche.
Matthäus 14,23 erzählt, wie sich Jesus nach einem anstrengenden Tag von der Menge zurückzog, um in der Stille zu beten. Es ist ein zwiespältiges Gefühl: Einerseits sehnen wir uns nach Ruhe und Stille, andererseits halten wir es oft nicht lange aus. Der Alltag, die Arbeit, die Hobbys und die Herausforderungen des Lebens fordern uns ständig heraus. Dazu kommen Enttäuschungen, Verletzungen, Wünsche und Träume, eingebettet in eine Gesellschaft, die uns vorgaukelt, wir müssten rund um die Uhr online und auf dem neuesten Stand sein.
Kein Wunder, dass sich viele Menschen überfordert, unsicher und ständig unter Druck fühlen. Auch Jesus hatte einen vollen Terminkalender und viel Trubel mit den Menschenmassen, die ihm folgten. Auch mit seinen Mitarbeitern, den Jüngern, lief nicht alles reibungslos. Dennoch gelang es Jesus immer wieder, sich bewusst Zeit für Ruhe und Gebet zu nehmen.
Ruhe bedeutet loslassen, den Frieden in der Seele spüren und aufatmen können. Beten ist das Ein- und Ausatmen der Seele, das Aussprechen dessen, was das Herz bewegt oder belastet, und der Dank an Gott, der uns das Leben schenkt. Diese Momente der Ruhe und des Gebets sind notwendig, um in der Hektik des Alltags die Berufung, die Freude und die Schönheit des Lebens nicht aus den Augen zu verlieren.
Plane in dieser Woche bewusst Zeiten der Stille und des Gebetes ein. Gönne dir diese Momente der Besinnung, um neue Kraft zu schöpfen und deine Seele zu erfrischen. Einen guten Start in die neue Woche.
Vorbilder prägen uns und geben uns Mut, unser Leben sinnvoll zu gestalten. Als Kind hatte ich ein Fußballidol, das mich durch sein Können und seine Integrität beeindruckte. Dieser Spieler blieb bis zu seinem Tod ein Vorbild für mich. Solche Vorbilder helfen uns, unsere Identität zu formen und ermutigen uns, in schwierigen Zeiten nicht aufzugeben.
Der Hebräerbrief in der Bibel ermutigt uns, stark im Glauben an Jesus zu bleiben. Er spricht von einer „Wolke von Zeugen“ - gemeint sind die Vorbilder aus dem Alten Testament. Manchmal fällt es uns schwer, an unserem Glauben festzuhalten. In solchen Momenten brauchen wir keine Moralpredigten, sondern Menschen, die uns ermutigen, nicht aufzugeben. Vorbilder im Glauben sind keine Superhelden, sondern Menschen, die trotz Krisen und Rückschlägen an Jesus festhalten und auf Gott vertrauen, auch wenn sie sich schwach fühlen.
Es ist wichtig, dass wir nicht nur auf Vorbilder aus der Vergangenheit schauen, sondern auch auf Vorbilder in unserer Zeit. Menschen, die durch ihr Handeln und ihren Glauben inspirieren und uns zeigen, wie man fest im Glauben steht und sich den Herausforderungen des Lebens stellt.
In Momenten der Hoffnungslosigkeit bleiben diese Menschen treu und gehen weiter. Sie tun dies nicht aus blindem Gehorsam, sondern mit offenem Herzen und im Vertrauen darauf, dass Gott wirken kann. Wo immer du in deinem Leben stehst, halte an Gott fest. Viele sind diesen Weg vor dir gegangen und ihr Vermächtnis ermutigt dich: Geh weiter mit Jesus und hoffe auf ihn, es lohnt sich.
Beginne die neue Woche im Vertrauen auf Jesus. Dein Glaube ist nicht umsonst.
Eine gesegnete Woche! 🌟